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Erfolg durch interne Kommunikation

Alpha - der Kadermarkt, 14. Mai 2011 –
Unternehmen mit einer guten internen Kommunikation vollziehen Veränderungen und Neuausrichtungen nachweislich schneller als Organisationen, in denen der Mitarbeiterkommunikation weniger Beachtung geschenkt wird. Fünf Kriterien sind es, die für eine erfolgreiche interne Kommunikation massgeblich sind:
1. Der offene Zugang zu Informationen erfordert ein Umdenken. Die Zeiten, als der Besitz von Information einer Machtposition gleichkam, gehören der Vergangenheit an. Mit dem Zugang zu Informationen sind Mitarbeitende mündiger geworden und erwarten einen offenen, reifen Dialog quer durch das Unternehmen. Als Gegenleistung werden Veränderungen von den Mitarbeitenden leichter und schneller verstanden, akzeptiert und mitgetragen.
2. Orientierung und Transparenz schaffen. Die Informationsflut stellt die interne Kommunikation vor neue Herausforderungen. Denn ihre Rolle ist es mehr und mehr, Informationen zu filtern, einzuordnen und zu vertiefen. Unter anderem dafür, dass Führungskräfte ihre Rolle als Kontextvermittler überhaupt wahrnehmen können (s. nächsten Punkt).
3. Der Dialog ist das Kommunikationsmittel der ersten Wahl. Über die elektronischen Medien wie E-Mail, Intranet oder Blogs werden innert kürzester Zeit zwar am meisten Mitarbeitende erreicht. Den nachhaltigsten Eindruck hinterlässt aber nach wie vor das persönliche Gespräch. Dabei sind die direkten Vorgesetzten die wichtigsten Kommunikatoren. Sie haben es als Kontextvermittler in der Hand, die übergeordneten Strategien und Ziele so herunterzubrechen, dass sie in Relation zur Aufgabe ihrer Mitarbeitenden stehen.
4. Die Mitarbeiter sind bedeutende Botschafter. Facebook&Co. machen es möglich, dass Informationen und Meinungen in sekundenschnelle weltweit verbreitet werden. Botschaften, die ein Unternehmen bewusst oder unbewusst aussendet, werden diskutiert, kommentiert, kritisiert, multipliziert, verändert oder ignoriert. Umso wichtiger deshalb, dass Unternehmen über eine offene interne Kommunikation die Vertrauensbasis bei ihren Mitarbeitenden regelmässig pflegen und stärken. Das Ziel: Gut informierte und eingebundene Mitarbeitende, die ihre Standpunkte überzeugend vertreten.
5. Last but not least: Es liegt auf der Hand, dass Kommunikation in Organisationen mit flachen, vernetzten Strukturen, in denen Eigenverantwortung grossgeschrieben wird, besser fliesst, als in hierarchisch ausgerichteten Unternehmen. Deshalb ist der Schluss zulässig, dass die interne Kommunikation nur so gut sein kann, wie es die Unternehmenskultur eben auch ist.
Von Eliane Birchmeier, Partner und Senior Consultant bei der PR-Agentur  C-Matrix Communications AG, Zürich/Zug.