Drei Fragen an Larissa Renggli

Mai 11, 2021

Unsere Interaction Designerin Larissa sorgt dafür, dass Webseiten nicht nur gut aussehen – sondern den Usern ein tolles Erlebnis bieten und sie nachhaltig an das Unternehmen binden. In unserer Rubrik «3 Fragen an» erklärt Larissa, was ihr an der Arbeit als Interaction Designerin gefällt, woher sie ihre kreativen Ideen holt und was sie in ihrer Freizeit tut, um sich vom Agentur-Leben zu entspannen.

Was gehört zu deinen Aufgaben als Interaction Designerin und was gefällt dir daran besonders?

Als Interaction Designerin versuche ich, Webseiten so zu optimieren, dass sie dem User ein positives Erlebnis verschaffen. Webseiten sind schon lange nicht mehr nur Informationsquellen, sondern dienen ebenfalls als Aushängeschild des Unternehmens, erste Schnittstelle zum Vertrauen und zur Auffindbarkeit im Netz.

Heutzutage gibt es tausende von Webseiten; die meisten von ihnen sehen super aus und haben einiges zu bieten – doch ein essenzieller Punkt unterscheidet gute von sehr guten Webseiten: Das Nutzererlebnis.

Ein grosser Teil meiner Arbeit ist also, die User-Bedürfnisse zu analysieren und sie ins Zentrum zu stellen, ohne die visuellen Aspekte des Unternehmens zu vernachlässigen.

In meiner Arbeit als Interaction Designerin gefällt mir die Herausforderung, mit unendlich viel Platz zu arbeiten. In der analogen Branche, wo ich beruflich herkomme, ist der Platz begrenzt: Wenn die Seite voll ist, ist sie voll. Das Internet bietet jedoch unendliche Scroll-Möglichkeiten und eine neue Dimension von Gestaltung mit (Bewegt-)Bild, Interaktion, Text und Raum. Das bringt die Gestaltung auf ein ganz neues Niveau.

Was mir besonders gefällt, ist der Ausgleich zwischen analogen und digitalen Projekten. Kein Tag ist gleich wie der andere. Manchmal sind sie hektisch, manchmal gelassen. Ich geniesse es, meinen Kopf bei unterschiedlichsten gestalterischen Projekten auf die Probe zu stellen und neue Ideen zu generieren.

Woher holst du deine kreativen Ideen? Was sind deine Inspirationsquellen?

Ich glaube, es gibt keine richtige Antwort auf die Frage, woher Kreativität kommt. Aus meiner Sicht braucht es für kreative Ideen ein gewisses Verständnis UND Zeit. Für mich heisst es also erstmal, mich mit dem Thema genauer auseinanderzusetzen und mögliche Zusammenhänge zu finden. Das fängt oft mit einem ganz einfachen Mindmap an, bei dem es kein richtig oder falsch gibt.

Picasso sagte mal: «Good artists copy, great artists steal». Und wenn wir alle ehrlich sind, hat er damit auch recht. Wir müssen das Rad nicht immer neu erfinden – aber wir können es neu interpretieren. Gute Ideen können von etwas Bestehendem abgeleitet und neu adaptiert werden. Oft stöbere ich dazu auf Pinterest, Dribbble oder Awwward. Aber auch Shutterstock oder Adobe Stock können als Inspirationsquelle dienen. Manchmal darf man gar nicht zu weit suchen. Meist liegen Inspirationen viel näher als man denkt.

Was tust du, um dich vom Agentur-Leben zu erholen?

Ich zeichne unglaublich gerne mit Wasserfarben. Seit kurzem habe ich auch das digitale Zeichnen mit flächen-artigen Elementen für mich entdeckt. Es hilft mir, mich bei einem Bild auf das Wesentliche zu konzentrieren. Da bin ich mit meinen Gedanken vollkommen im Bild vertieft. Neben dem Zeichnen spiele ich leidenschaftlich gerne Futsal, im Sommer reite ich die eine oder andere Welle auf dem Surfbrett und in der jetzigen Zeit bin ich gerne mit dem Auto unterwegs und entdecke viele neue und wunderschöne Plätze, die die Schweiz zu bieten hat. Auch wenn ich oftmals grausam scheitere, versuche ich gerne neue Dinge aus und stelle mich selber Herausforderungen jeglicher Art.

LATEST NEWS

1 2 3 24