SEO-Massnahmen 2: Die Keywords

Oktober 11, 2019

Suchmaschinenoptimierung – kurz SEO – bezeichnet die Massnahmen, mit denen Webseiten eine bessere Google-Platzierung erreichen wollen. Um SEO ranken sich jedoch viele Mythen. Mit unserer SEO-Reihe lösen wir einige der Halbwahrheiten auf und zeigen dir, wie du dein Google-Ranking mit einfachen Mitteln verbessern kannst.

Den ersten Teil unserer SEO-Reihe machten die Rahmenbedingungen für gutes SEO. Diese sollen erfüllt sein, damit die nachfolgenden Massnahmen überhaupt greifen können. Doch wie geht es nach den Rahmenbedingungen weiter? Der zweite Teil der SEO-Reihe dreht sich um die Keywords: Wie analysiere ich meine Website, wie finde ich die optimalen Keywords für SEO und was sind die Regeln, um sie auf der Seite einzubinden?

SEO-Tipp 1: Eine saubere Analyse und Zielsetzung

Am Anfang jeden SEO-Prozesses steht die Analyse und Zielsetzung. So soll der Ist-Zustand der Website analysiert werden: Für welche Suchbegriffe ranken wir momentan auf welcher Position? Welche Rahmenbedingungen haben wir bereits erfüllt, welche noch nicht?

Mit der momentanen Situation im Blick können danach Ziele gesetzt werden. Diese sind möglichst smart – spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert. Ein Ziel im Bereich SEO könnte somit zum Beispiel lauten: Bis Ende Jahr ranken wir mit dem Keyword «regionale äpfel luzern» in den ersten 5 Rängen auf Google.

Die Ist-Situation und Ziele ermöglichen später eine genaue Überprüfung, welche Fortschritte gemacht wurden und was weiter optimiert werden muss. Wichtig hierbei ist zu beachten, dass SEO kein abgeschlossenes Projekt ist.

«SEO ist kein Projekt, sondern ein Prozess»

SEO ist ein Prozess, der immer wieder Aufmerksamkeit benötigt – für die Analyse von Keyword-Trends, Berücksichtigung von Google-Updates oder für die Content-Erstellung.

SEO-Tipp 2: Denke aus User-Sicht

Nach der Analyse der Website steht die Analyse der optimalen Keywords an. Unsere Empfehlung: Denke aus User-Sicht! Überlege dir, wer deine Zielgruppe ist, was sie googeln und vor allem wie.

  • Wer: Hast du verschiedene Zielgruppen, z.B. junge oder alte Personen, Frauen oder Männer? Berücksichtige alle Personas, die du in deiner Customer Journey hast.
  • Was: Was googeln deine (potentiellen) Kunden? Welche Informationen suchen sie, wenn sie auf deine Seite stossen?
  • Wie: Welche Worte in welcher Reihenfolge und mit welchen Schreibweisen verwendet deine Zielgruppe, um nach diesen Informationen zu suchen? Hier ist es wichtig, dass du auch daran denkst, Schreibfehler und andere Besonderheiten der Suchbegriffe zu berücksichtigen. Ein Beispiel dafür sind Krankenkassen: Sie nennen sich gerne «Krankenversicherung» oder «Gesundheitsversicherung». Das ist zwar vom Wording her schön, wird aber weniger gesucht. Aus SEO-Sicht sollte deshalb weiterhin Krankenkasse verwendet werden.

Wenn du das Wer/Was/Wie analysiert hast, kannst du die entsprechenden Keywords mit dem Keyword Planer von Google weiter ausarbeiten und filtern. Dieser zeigt das Suchvolumen und die Konkurrenz der Keywords an – ein Indiz dafür, auf welche Keywords du dich fokussieren solltest.

SEO-Tipp 3: Beantworte die Fragen deiner (potentiellen) Kunden

Wie bereits SEO-Tipp 2 deutlich macht, sollst du aus der Sicht der User denken. Das gilt auch für Tipp 3: User suchen online nach Antworten auf ihre Fragen. Wenn du ihre Fragen kompetent und einfach beantwortest, lieben dich nicht nur die User – sondern auch Google.

Aus diesem Grund gilt: Schreibe mögliche Fragen auf, die sich deine User stellen. Als Hilfsmittel gibt es das Tool Answer the Public. Dieses stellt Fragen zusammen, die User sich in Zusammenhang mit einem Keyword stellen könnten. Das hilft dir dabei, Fragen zu finden, die du kompetent beantworten kannst. Setze diese Fragen und Antworten beispielsweise mit einem FAQ um.

SEO-Tipp 4: Jeder Seite ihr Keyword

Du hast bestimmt unzählige Keywords im Kopf, auf die deine Website optimiert werden soll. Bei den Keywords ist es aber wie bei den Köchen: Zu viele verderben den Brei. Idealerweise wird jede Unterseite deiner Website auf ein Keyword optimiert. Ansonsten konkurrieren sich die Seiten gegenseitig und machen sich die gute Google-Platzierung streitig. Wähle deshalb pro Unterseite ein Keyword aus und verwende dieses in unterschiedlichen Varianten auf der entsprechenden Seite.

SEO-Tipp 5: Weniger ist manchmal mehr

Wenn du liest, dass du eine Unterseite auf ein bestimmtes Keyword optimieren sollst, denkst du nun vielleicht an einen solchen Text: «Wir verkaufen regionale Äpfel aus Luzern. Unsere regionalen Äpfel werden in Luzern gepflanzt und geerntet. Kaufen Sie regionale Äpfel aus Luzern nur noch über regionale-aepfel-luzern@aepfel-luzern.ch» So oder ähnlich hört sich Keyword Stuffing an – eine Praxis, in der das Keyword unnatürlich oft in Text, Bilder, Titel etc. eingebaut wird. Sie bewirkt jedoch kein gutes Ranking. Das Gegenteil ist der Fall.

Unsere Empfehlung ist deshalb: Die Leserfreundlichkeit steht an erster Stelle. Lege den Fokus jeder Unterseite auf einen Bereich und verwende das entsprechende Keyword sowie Varianten davon im Text. Immer so, dass der User im Zentrum steht und seine Fragen schnell und einfach beantwortet werden, ohne aufdringlich zu sein.

Du siehst: Mit smarten Überlegungen und den richtigen Tools findest du die passenden Keywords für deine Seite. Im nächsten Teil unserer SEO-Reihe geht es weiter mit praxisorientierten Tipps, die dir dabei helfen, auf Google vorne mitzuspielen. Site Title, URL, H1, Content, Meta Description, Backlinks und Co. werden dann Thema sein – stay tuned!

 

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